Autorschaft

Topia – keep smiling und stell dir dich selbst in diesem foto vor

Texte Nora Mansmann, Sylvia Plath, Emilia de Fries
Regie Nora Mansmann
Spiel Emilia de Fries

Fotografie Joachim Gern

Die dritte Welle des Virus flutet Städte, Landkreise und Kommunen, leugnen wird salonfähig und Distanz zum neuen Normal. Topia ist Mitte Dreißig und steckt mitten im zweiten Lockdown. Sie sagt ich bin eine artifizielle person, meint damit aber ihre Schwester, die ihr gleicht wie ein Ei und unterschiedlicher nicht sein könnte. Topia fühlt sich von Geburt an im Dissens. Ihre Schwester ordnet alles um sich herum mithilfe von Zahlen, Listen und Tabellen. The train leaves a line of breath singen sie vereint im Chor und kaum startet das nächste Zoom-Meeting, geht Zerstreuung auf Play in alle winde in alle weiten des weltweiten internets. Den Stillstand der Pandemie kann ihre Schwester sehr genießen obwohl sie zur Risikogruppe gehört. Topia fühlt sich gezwungen, sich neue Strategien zu überlegen. Wir, die Zuschauenden, sind Voyeur*innen – oder sind es die beiden, die uns durch eine Plexiglasscheibe beim Zuschauen zuschauen? Was uns verbindet sind die Stimmen der Welt draussen: Eine Ärztin, eine Krankenschwester, eine Patientin – und Angela Merkel.

Premiere 08. Juni 2021
Dramatische Republik Hauser
Interkulturelles Theater Zentrum Berlin

Derniere 31. Juli 2021
mit Silent-Kopfhörern in der Agon Bäckerei
Haus der Statistik
Trailer https://youtu.be/3EsVHg66das

O.phélie l’Anarchie
von Emilia de Fries nach Motiven von Shakespeare
Regie u. Spiel Emilia de Fries
Musik Malcolm Kemp
Dramaturgie Linda Sepp u. Marleen Ilg
Bühne u. Kostüm Anna Kurz

Fotografie Kathrin Leisch

O.phélie l’Anarchie
spiegelt die Erfahrungen einer Schauspielerin während der Proben für die Rolle Ophelia in dem Stück Hamlet von Shakespeare wieder. Dem künstlerischen Team ging es bei der Umsetzung um eine Figur, die das vom Autor geschriebene Stück verlässt, um sich selbst eine neue Geschichte zu schreiben. Mit Humor und (Un-)geschick macht sich eine Schauspielerin sprichwörtlich nackt und rechnet mit einer Theaterbranche ab, welche – wie die Figur – in sich selbst feststeckt.

Dauer 50 Min.

Premiere 03. November 2018
Admiralspalst Berlin
Link zur Website www.ophelielanarchie.com